Behnisch Bundestag in Bonn 2012

 

 

Tagesfahrt nach Bonn am 02. November 2012 (19 Bilder)

 

 

Im Dornröschenschlaf? Still ist geworden in Bonn vor dem früheren Bundestag. Das selten genutzte Gebäude hat 120 Mio. Euro gekostet. Jetzt finden dort Kongresse und Konferenzen statt. Etwas unpassend das Ambiente, weil dort der Bundestag vor dem Umzug nach Berlin tagte. Draußen vor der Tür steht das richtige, neugebaute Kongresszentrum, eine schwärzlich schimmernde und leerstehende Ruine, weil die Finanzierung bisher ungeklärt ist. Der koreanische Architekt hat seine Anteile am Bau wieder verkauft und sich klammheimlich ins Ausland abgesetzt. Was ist übrig geblieben von der Wacht am Rhein?  Ist das Pietät? Andererseits, für die Umgebung kann nur von Vorteil sein, wenn die Altlasten politischer Geschichte endlich verdaut werden. Zurückkommen werden die Abgeordneten bestimmt nicht mehr. Die sind weg! Hoffnungen der Stadt liegen jetzt auf der Zusprechung eines gehobenen Status als UN-Sitz. Dann  wäre die Lage gerettet. Im "Langen Eugen" war bereits eine Schlüsselübergabe an die neuen Mieter von der UN. Doch wirkliches Leben ist noch nicht eingekehrt. Die Stadt ist zwar attraktiv, die Straßen sind breit und offen. Viele bekannte Architekten haben gebaut, Helmut Jahn, Egon Eiermann oder Günter Behnisch. Sein Bundestag steht sogar unter Denkmalschutz. Der legendäre Schürmann-Bau ist auch nicht weit, wo einst eine große Überschwemmung am nahen Rheinufer noch während der Bauphasen für Wirbel sorgte. Das World Conference Center Bonn (WCCB) sollte aber bald aus seiner Umnachtung erwachen, sonst verwahrlosen die Gebäudeteile zusehends und sind in Zukunft nicht mehr zu gebrauchen. Die Folge wäre Abriss.

Click me